Opel hat Zukunft - GM-Chef Henderson kommt heute

Opel GTC - Genf 2007

Opel GTC - Genf 2007

Foto: GM Europe
creative commons

General-Motors-Chef Henderson wird heute bei Opel in Rüsselsheim erwartet. Nach der Entscheidung von General Motors (GM), Eigentümer von Opel zu bleiben, sind jetzt ein Zukunftskonzept und ein neues Führungsteam gefragt.

Frederick A. Henderson (50), bekannt als “Fritz” Henderson, ist seit 1984 bei GM angestellt. Im März 2009 wurde Henderson Präsident und CEO. Schon sein Vater war bei GM tätig.

Hendersons Vorgänger, Rick Wagoner, meinte zur Ernennung Hendersons: “Nachdem ich über mehrere Jahre mit Fritz zusammengearbeitet habe, weiß ich, dass er ideal dafür geeignet ist, die Firma durch die notwendige Restrukturierung zu führen. Seine Kenntnis der globalen Industrie und der Firma GM sind außergewöhnlich.”

66 Prozent der Bundesbürger sprechen sich gegen staatliche Hilfen für Opel aus

Das Meinungsforschungsinstituts Emnid hat im Auftrag von “Bild am Sonntag” ermittelt, dass 66 Prozent der Bundesbürger staatliche Hilfen für Opel ablehnen.

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat sich gegen eine Sonderbehandlung von Opel ausgesprochen. “Von einer staatlichen Hilfe wie bei Opel können viele mittelständische Betriebe nur träumen”, sagte Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer dem Tagesspiegel.

Es sei grundsätzlich wenig davon zu halten, “einzelne Unternehmen über die normalen Instrumente hinaus zu stützen”. Schleyer: “So oder so wird die Restrukturierung der Marke Opel Arbeitsplätze kosten.” Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) erreiche am meisten, wenn er dafür sorge, “dass die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden, so wie dies im Koalitionsvertrag vereinbart wurde”.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hält eine Rettung von Opel für “billiger und langfristig sinnvoller als die Abwicklung”. Dafür müsse der US-Mutterkonzern General Motors einen Plan vorlegen und Geld in die Hand nehmen, sagte Rüttgers den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe. Ob es neue staatliche Hilfen geben könne, hänge davon ab, wie sich GM verhalte.

Rüttgers forderte einen Neuanfang für Opel. Der werde allerdings “verdammt schwer”, wenn GM “tiefe Wunden” reiße. Er finde die Forderung der Gewerkschaften berechtigt, Opel in eine neue Rechtsform zu bringen, damit “da nicht permanent aus Detroit hineinregiert wird”. Rüttgers: “Die Herren haben keine Ahnung vom deutschen Markt.”

Die deutsche Politik muss das Thema Opel sachlich behandeln

Bis jetzt hat General Motors noch gar keine Staatshilfe verlangt. Stattdessen wird man die rund eine Milliarde Euro Überbrückungskredit an den deutschen Staat pünktlich zurückzahlen, die Opel im Frühjahr gewährt wurde. Doch schon gibt es eine Vielzahl von Stellungnahmen.

Dass man in Detroit keine Ahnung vom deutschen Markt habe, dass sich die GM-Führung in Machtkämpfen aufgerieben habe, dass es Opel ohne GM bessergehen würde, ist kaum zu begründen. Opel gehört seit 80 Jahren zu GM - und es waren vorwiegend gute Jahre.

Die weltweite Produktionskapazität der Automobilindustrie beziffern Experten für 2009 auf mehr als 90 Millionen Autos - den voraussichtlichen Absatz der Branche in diesem Jahr sehen manche Experten bei etwas mehr als der Hälfte.

Eine Sanierung von Opel wird ohne Schließungen von Produktionsstandorten, Verlagerungen von Produktion und auch Personalabbau nicht gelingen. “Fritz” Henderson ist gewillt, die Veränderungen durchzuführen, die zu einem langfristigen Erfolg von GM führen können.

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Kommentare

One Kommentar zu “Opel hat Zukunft - GM-Chef Henderson kommt heute”

  1. » » Webnews.de am November 9th, 2009 07:35

    Opel hat Zukunft

    “Fritz” Henderson wird heute bei Opel in Rüsselsheim erwartet.

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