Nobelpreisträger Krugman: Wer wird den Abschwung stoppen?
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Paul Krugman |
| Foto: Prolineserver |
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Paul Krugman, Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2008, ist besorgt: “Die politischen Initiativen der Obama-Regierung werden uns in dieser schweren Periode helfen - insbesondere wenn die Regierung in den sauren Apfel beißt und schwache Banken übernimmt. Doch nach wie vor frage ich mich: Wer wird die Qual stoppen?”
Der Nobelpreisträger und Kolumnist der New York Times zweifelt nicht daran, dass der Konjunkturrückgang irgendwann zu einem Ende kommt, doch er fragt: “Wie und wann?”
Paul Krugman, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University, sieht die Wirtschaft in der Mitte einer furchterregenden Krise, die Ähnlichkeiten mit dem Beginn einer Depression aufweise. Die Zinsen seien schon nahe Null, doch die Wirtschaft stürze weiter ab.
Was aber soll eigentlich den Absturz beenden?
In seiner Kolumne Who’ll Stop the Pain? - The New York Times erläutert Paul Krugman, dass die Keime einer letztendlichen Erholung schon vorhanden seien.
Der Wohnungsbau sei auf das niedrigste Niveau seit fünfzig Jahren gefallen. Für die nahe Zukunft seien das schlechte Nachrichten. Die Bautätigkeit würde zunächst wohl weiter zurückgehen. Doch es bedeute auch, dass das Angebot an Häusern und Wohnungen hinter dem Bevölkerungswachstum zurückbleibe, was schließlich einen Aufschwung des Wohnungsbaus bewirke.
Auch der Absturz bei den Autoverkäufen sei auf nahe Sicht eine schlechte Nachricht. Lege man aber die gegenwärtigen Verkaufszahlen zugrunde, dann brauche man 27 Jahre, um den vorhandenen Fahrzeugbestand zu ersetzen. Die meisten Autos würden aber lange vorher verschrottet sein, so entstehe zur Zeit ein Nachholbedarf für Neuwagenkäufe.
Die gleiche Geschichte könne man für andere dauerhafte Güter und Anlagen der Wirtschaft erzählen. Im Laufe der Zeit käme die aktuelle Krise letztlich selbst zu ihrem Ende. Allerdings könne die Erholung auf diesem Wege erst sehr spät einsetzen, Rezessionen hätten in der Geschichte auch schon viele Jahre gedauert. Deshalb wolle er gerne wissen: Wer stoppt die Qual?
Könnte es Paul Krugman selbst sein, der die Krise beendet?
Paul Krugman könnte derjenige sein, der Barack Obamas Traum von einer erholten Wirtschaft Wahrheit werden lässt. Steven Stark wünscht ihn sich als Retter (Wish upon a czar - The Boston Phoenix), nachdem das bisherige Wirtschaftsteam des Präsidenten den Anforderungen nicht gerecht werde.
Krugman biete drei enorme Vorzüge gegenüber jedem anderen, den Obama bisher berufen habe: Er wisse, was zu tun ist. Man könne Krugman keinerlei Makel nachsagen. Paul Krugman sei zudem ein blendender Kommunikator, was man unter den gegebenen Umständen als sehr wichtige Eigenschaft ansehen müsse.
Wolfgang Münchau schrieb in seiner Kolumne “In der Weimar-Falle” - ftd.de (17.12.2008, Auszug):
Die mangelnde Führungskraft der Bundesregierung in der Krise wird den Extremisten in die Hände spielen. Es könnte sein, dass es nach der Bundestagswahl nicht mehr für eine Große Koalition reicht.
Wenn die Kanzlerin einen Krisengipfel im Kanzleramt abhält, dann ist jeder drittrangige Lobbyist dabei, sogar Josef Ackermann, aber nicht ein einziger hochkarätiger Ökonom.
Der internationale Ruf Deutschlands verschlechtert sich gerade dramatisch. Das liegt vor allem daran, dass ökonomischer Sachverstand in der deutschen Politik so gut wie keine Rolle spielt. In normalen Zeiten mag das funktionieren - und kommt auch in anderen Ländern vor. Zum Problem wird es in Zeiten einer sich anbahnenden Depression. Dann sollte der Rat von Makroökonomen und Wirtschaftshistorikern wichtiger sein als der von Lobbyisten.
Kommentare
One Kommentar zu “Nobelpreisträger Krugman: Wer wird den Abschwung stoppen?”
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Fragezeichen.
Herrn Paul Krugmann wirft Fragezeichen auf wenn er verbreitet mit einem weiteren Bevölkerungsanstieg würde in den USA die Bauwirtschaft aus der Kriese finden.Dies ist eigentlich nur schlüssig wenn die entsprechenden Kunden Käufer über entsprechende Einkommen verfügen, solvent sind !
Die desolaten Einkommensverhältnisse in den USA haben die Aktuelle Kriese ausgelöst!
Offenbar glaubt der Lehrbeauftragte Herr Prof.Paul Krugmann immer noch an ein Ökonomisches Perpetuummobile.
Die Ökonomische Lehre bedarf dringend der Erneuerung und grundlegender Überarbeitung.
Näheres unter
http://www.hans-von-atzigen.net