In Europa steigt die Arbeitslosigkeit bald auf über 10 Prozent
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Schlachttag mit Metzger |
| Foto: Rainer Sturm |
| © RainerSturm / PIXELIO |
Eine Analyse der Europäischen Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die durchschnittliche Arbeitslosenquote in den kommenden beiden Jahren um 2,5 Prozentpunkte ansteigt.
Bereits im Dezember 2008 war die Arbeitslosigkeit in den 27 EU-Staaten auf durchschnittlich 7,4 Prozent gestiegen. In den 16 Ländern der Eurozone lag sie bei 8,0 Prozent.
Der Monatsbericht zur Beschäftigungslage in Europa der EU-Kommission erwartet für Deutschland, dass die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr um 500.000 ansteigen wird.
EU-Kommission will die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise mit aktuellen Daten beschreiben
Auch für 2010 erwartet die EU-Kommission keine Besserung. Unter dem Verlust von Millionen von Jobs leiden neben Deutschland insbesondere Irland, Spanien und das Baltikum.
Der Volkswirt Heiner Flassbeck, der seit dem Jahr 2000 bei der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) in Genf arbeitet und Direktor der “Division on Globalization and Development Strategies” ist, hatte in seiner Stellungnahme für den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen der öffentlichen Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland (Konjunkturpaket II) gewarnt: “Deutschland steht in der schwierigsten ökonomischen Phase der Nachkriegszeit.”
Eine Bodenbildung und Selbststabilisierung der Konjunktur sei nicht in Sicht, so Heiner Flassbeck. Deutschland sei nicht weniger, sondern in stärkerem Maße anfällig für eine globale Rezession wegen seines exorbitanten Exportanteils und schwacher Binnennachfrage bei seit vielen Jahren rückläufigen Reallöhnen.
Die Fiskalpolitik müsse jetzt zum dynamischen Unternehmer auf Zeit werden. Nichts zerstöre Vertrauen mehr als der faktische Verlust von Arbeitsplätzen und Kunden. Nichts wirke stärker vertrauensbildend als Aufträge und der Erhalt von Beschäftigung.
Neue Schulden für den Staat werde es sowieso geben. Dies sei unweigerliche Folge der Schuldenkrise bei den Privaten. Es gehe nun darum, ob man Defizite und die Schulden passiv hinnehme oder aktiv mache und damit ihrer Ausweitung entgegenwirke.
Webhinweise:
institut1.de - Sprache und Rhetorik
Rhetorik - eine der sieben freien Künste
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