Die Quelle versiegt - Versandhändler Quelle ist am Ende
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Quelle in Nürnberg |
| Foto: Nicohofmann |
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Quelle war einmal der größte Versandhändler Deutschlands. Jetzt steht das Unternehmen offenbar vor der Liquidierung. Die “Financial Times Deutschland” berichtet, dass die Abwicklung der 1927 gegründeten Traditionsfirma heute bekannt gegeben werden soll.
Damit könnten bei Quelle etwa 7.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Eine längere Geschichte von Insolvenz, Problemen mit den Banken bei der Kreditvergabe und Verzögerungen beim Katalogdruck würde damit ihr Ende finden. Zuletzt waren noch acht Millionen Kataloge gedruckt worden. Parallel dazu war die Einlagerung der Waren für die Herbst-Winter-Saison in Leipzig erfolgt.
Dem Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, lagen bis zum Ende der Angebotsfrist am vergangenen Wochenende keine Offerten für die Quelle-Dachgesellschaft Primondo vor, so berichtet die “Financial Times Deutschland”.
Noch im Juli wollte Quelle richtig durchstarten
Quelle stand zuletzt bereits zweimal vor der Zahlungsunfähigkeit, wurde aber von den Banken gestützt. Ein wichtiger Beitrag war ein staatlicher Massekredit über 50 Mio. Euro. Der Kredit kam im Wesentlichen vom Bund und dem Freistaat Bayern.
Im September hatte es geheißen, die Finanzierung von Quelle sei bis Jahresende gesichert.
Im Juli 2009 sagte Quelle-Geschäftsführer Dr. Konrad Hilbers: “Wir haben ja ein paar ganz schwierige Wochen hinter uns, das ist ja in der Öffentlichkeit auch diskutiert worden. Der Druck des Hauptkataloges kam ins Rutschen, wir sind jetzt drei Wochen später gewesen mit dem Druck. Er ist aber jetzt letzte Woche verteilt worden, die ersten etwa drei Millionen Exemplare sind unters Volk gebracht sozusagen, und jetzt startet die Quelle wirklich durch.”
Katalog oder Internet
Experten des Versandgeschäfts gehen davon aus, dass der Katalog tot ist, dem Internet die alleinige Zukunft gehört. Dazu Hilbers: “Es kommt auf den Mix an. Wir werden auch in den nächsten Jahren mit unseren Internetbestellungen wachsen. Aber ob wir diese Internetbestellungen auch auslösen können ohne Katalog, oder ob andere das auch können, da darf man gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht. Denn in impulsgetriebenen Sortimenten, wie zum Beispiel Mode oder Heimtex oder auch Möbel, ist es wichtig, dass man ein Medium hat, mit dem man Impulse erzeugen kann. Es geht nicht nur um Google, Suchen und Finden, sondern es geht um einen Impuls: Hier ist die neue Modesaison, Frühjahr/Sommer, welche Farbe? Ist dieses Jahr lila, ist dieses Jahr blau, ist dieses Jahr ein bestimmter Schnitt, eine bestimmte Rocklänge relevant? Das müssen Sie mit Impulsgeschäften rüber bringen, und da ist das Kataloggeschäft ein wichtiges Instrument in diesem Marketingmix.”
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Die Quelle versiegt - Versandhändler Quelle vor dem Ende
Quelle, der ehemals größte Versandhändler Deutschlands, steht vor der Liquidierung. Die Abwicklung der 1927 gegründeten Traditionsfirma soll heute bekannt gegeben werden. Damit könnten bei Quelle etwa 7.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.