Tiertransporte - Der Weg in den Tod ist oft die blanke Hölle

Tiertransporte

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Foto: Dt. Tierschutzbund e.V.
© Deutscher Tierschutzbund e.V.

“Tiertransporte sind mit viel Stress und Leid für die Tiere verbunden, es ist für die Tiere oft eine Fahrt durch die Hölle”, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Morgen, am 30. November 2009, wird der Agrarausschuss des Bundesrates einen Entschließungsantrag zur Verbesserung des Schutzes von Tieren beim Transport beraten. Der Antrag wird von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bremen getragen. Baden-Württemberg hat seine Unterstützung zugesichert.

Die Länder wollen die Bundesregierung unter anderem auffordern, sich auf EU-Ebene für eine Transportzeitbegrenzung für Schlachttiere auf acht Stunden und tierschutzgerechte Ladedichten einzusetzen.

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Initiative

Wolfgang Apel, Deutscher Tierschutzbund: “Tiertransporte müssen zeitlich eng begrenzt und unter tiergerechteren Bedingungen stattfinden. Das ist bis heute noch nicht so, daher begrüßen wir die Länderinitiative und erwarten ein einstimmiges Votum für den Antrag.”

Mit einer Forderung nach Begrenzung der Höchstdauer von Schlachttiertransporten auf acht Stunden und nach der Anpassung der Ladedichten entsprechend der Tierschutzanforderungen komme der vorliegende Entschließungsantrag wichtigen Kernforderungen an den Schutz von Tieren beim Transport nach.

Zudem werde in dem Entschließungsantrag die Überarbeitung der Pflichten der Transportunternehmer zur Datenübermittlung gefordert, was zu wirksameren Kontrollen durch die Überwachungsbehörden führen soll.

Auch die Konkretisierung der Anforderungen an die Klimabedingungen auf den Transportern, die mit dem Antrag gefordert wird, ist aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes wichtig.

“Jeder Versuch, den Antrag aus parteitaktischen Gründen noch kurzfristig zu verwässern oder von der Tagesordnung zu schieben, wäre nicht hinnehmbar, zumal die Überarbeitung der EU-Transportgesetzgebung bevorsteht. Das sind alles Forderungen, die schon lange umgesetzt werden müssten, um dem Tierschutz umfassend zu genügen. Da darf es kein Zurück mehr geben, die Botschaft muss sein: Stoppt die Tierqual auf Asphalt!” so Apel.

Tierschutz ist ein Kulturgut

Wir haben diesen Dreck, der sich da auf unseren Straßen abspielt, gar nicht nötig. Wir müssen unsere Mitgeschöpfe nicht quälen, um satt zu werden. Es ist ein elender Verrat an unserer Kultur, wenn Tiertransporte blanke Tierquälereien sind, nur um dem Verbraucher ein Stück Fleisch für ein paar Cent weniger anbieten zu können.

Der Deutsche Tierschutzbund erwartet, dass die Länderinitiative für mehr Tierschutz beim Transport von Tieren volle Unterstützung findet. Es wäre gewiss ein Schritt in die richtige Richtung. Hinreichend ist er keinesfalls.

Artgerechte Tierhaltung und artgerechte Tiertransporte sind eine kulturelle Verpflichtung. Die Vorschriften hierfür müssen klar und eindeutig sein, sie müssen fachlichen Kriterien standhalten und für den Käufer von Fleisch transparent sein. Der muss wissen, was zuvor mit dem Tier geschehen ist, dessen Reste er zu verzehren gedenkt.

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Kommentare

One Kommentar zu “Tiertransporte - Der Weg in den Tod ist oft die blanke Hölle”

  1. » » Google groups am November 29th, 2009 16:06

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