“Brigitte” will künftig nicht mehr mit Profi-Models arbeiten

Unilever Deutschland GmbH

Dove nimmt Stellung

Foto: Unilever Deutschland GmbH
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Die Frauenzeitschrift “Brigitte” hat angekündigt, künftig nicht mehr mit Profi-Models arbeiten zu wollen. Das könnte ein Umdenken in der ganzen Modebranche einleiten. Viele Kundinnen erwarten schon lange die Abkehr von Magermodels.

Für Fotoproduktionen will die Hamburger Frauenzeitschrift “Brigitte” ab jetzt nur noch “die Frau von der Straße” buchen. Es geht dabei nicht um “Mode für Mollige” oder Kleidergrößen 44 bis 46.

Andreas Lebert, Chefredakteur der “Brigitte”, erklärte zu der Entscheidung: “Natürlich haben auch wir die Beobachtung gemacht, dass die Mädchen auf den Laufstegen konsequent immer dünner wurden. Als wenn sie irgendwie verschwinden wollten. Wir mussten gebuchte Models für die Fotostrecken mit Bildbearbeitung am Computer ‘dicker’ machen. Das geht komplett an der Wirklichkeit und unseren Leserinnen vorbei.”

Die Körperpflegemarke Dove gratuliert der “Brigitte” zu ihrer Entscheidung

“Wir begrüßen diese Entscheidung und gratulieren zu diesem mutigen und wegweisenden Schritt! Wir glauben, dass dies den Frauenzeitschriftenmarkt nachhaltig verändern wird”, kommentiert Tanja Kindler, Markenverantwortliche für Dove in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Schon seit 2004 stelle Dove aktuelle Schönheitsideale infrage und rüttele nachhaltig an der gängigen Definition von Schönheit.

Die Werbung mit echten Frauen sei für Dove nicht neu. Die Idee, ausschließlich mit ganz normalen Frauen statt mit Models zu werben, entstand bereits 2004. Ergebnisse einer globalen Studie aus demselben Jahr machten die Dringlichkeit deutlich, die engen Schönheitsideale in der Gesellschaft zu hinterfragen und eine Alternative dazu anzubieten.

67% aller Frauen sind der Meinung, dass Medien und Werbung einen unrealistischen Schönheitsstandard setzen, der für die meisten Frauen unerreichbar ist. Drei Viertel der befragten Frauen wünschen sich, dass in der Werbung häufiger natürlichere Frauen und vor allem unterschiedliche Frauentypen gezeigt werden.

“Wir sind uns sicher, dass die Leserinnen der Brigitte diese Änderung sehr positiv aufnehmen und den Mut der Brigitte belohnen werden”, glaubt Tanja Kindler.

Wie relevant das Thema für Frauen ist, beweise die Reaktionen auf die Dove Kampagnen in den vergangen Jahren. “Wir sprechen vielen Frauen aus der Seele. Das zeigt der enorme Zuspruch, den wir für unsere Kampagnen erfahren haben. Es besteht bei den Frauen ein starkes Bedürfnis nach realistischen Schönheitsbildern und nach mehr Authentizität. Individualität und Vielfältigkeit von Schönheit sind zukunftweisende Themen - keine kurzlebigen Trends. Und das zeigt sich immer deutlicher - unter dem Stichwort Street Style eben auch im Modebereich”, erklärt Kindler.

Dove wisse um den Druck, den das eng definierte Schönheitsideal auf Mädchen und Frauen ausübe: “In der weltweiten Dove-Studie haben wir damals herausgefunden, dass sich nur 2 % aller Frauen als ’schön’ empfinden. Deswegen setzen wir uns schon seit einigen Jahren dafür ein, dass sich immer mehr Mädchen und Frauen schön fühlen können - sowohl mit unseren Kampagnen als auch mit unserer Aktion für mehr Selbstwertgefühl”, so Kindler.

Die “Dove Aktion für mehr Selbstwertgefühl” unterstützt weltweit pädagogische Programme, die das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen stärken sollen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Organisationen gegen Ess-Störungen, wie z. B. dem Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau und der Aktion “Leben hat Gewicht” des Bundesgesundheitsministerium.

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Kommentare

2 Kommentare zu ““Brigitte” will künftig nicht mehr mit Profi-Models arbeiten”

  1. » » Webnews.de am Oktober 12th, 2009 07:04

    Profi-Models müssen bei “Brigitte” künftig draußen bleiben

    Für Fotoproduktionen wird die Hamburger Frauenzeitschrift “Brigitte” ab jetzt nur noch “die Frau von der Straße” buchen.

  2. » » Herbert am Oktober 12th, 2009 08:18

    Mal sehen, wie lange das funktioniert? Und wie hält es die Zeitschrift dann mit bezahlten Anzeigenbildern?

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