Politiker bellen - die Deutsche Bank gewinnt weiter

Dr. Josef Ackermann

Dr. Josef Ackermann

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Heute wird Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, seine Zahlen für das erste Quartal 2009 vorlegen. Nach Meinung von Experten wird wieder ein Gewinn ausgewiesen werden, der dem Renditeziel von Ackermann, eine Eigenkapitalrendite von rund 25 Prozent vor Steuern, durchaus nahekommen könnte.

Gestern bereits hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bank einstimmig beschlossen, Herrn Dr. Josef Ackermann “anzutragen”, seinen Vertrag um weitere drei Jahre, bis zur Hauptversammlung 2013, zu verlängern. Herr Dr. Ackermann hat dieser Bitte entsprochen.

Am Wochenende noch hatten Politiker von SPD und CDU dem Bank-Chef vorgeworfen, er habe “nichts aus der Krise gelernt”. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Poß und der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Otto Bernhardt hatten Ackermann “eine Mitverantwortung für die Verfolgung überzogener Renditeziele” vorgehalten und das Ziel als ein “falsches Signal” bezeichnet. Technorati Profile

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Pferde werden im EU-Staat Rumänien bis aufs Blut gequält

Tierquälerei in Rumänien

Tierquälerei in Rumänien

Bild: ST.GEORG
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Im EU-Staat Rumänien werden Arbeitspferde teilweise bis aufs Blut gequält. In der Moldauregion um die Stadt Iasi werden Arbeitspferde nicht wie Tiere, sondern wie Abfall behandelt. Abgemagert, mit eingeschnittenen Ohren und ausgeschlagenen Zähnen, vegetieren die Tiere vor sich hin und werden als Last- und Kutschpferde eingesetzt, bis sie tot umfallen.

Der deutsche Hufschmied Markus Raabe kämpft mit Unterstützung eines rumänischen Tierarztes leidenschaftlich für die hilflosen Tiere.

In der aktuellen Ausgabe von ST.GEORG, Deutschlands großem Reitsportmagazin aus dem Jahr Top Special Verlag, berichtet Markus Raabe von seinen Erlebnissen auf seinen Reisen in die Moldauregion um die rumänische Stadt Iasi.

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DGB-Chef Sommer fordert 100 Milliarden Euro gegen die Krise

Michael Sommer

Michael Sommer
DGB-Vorsitzender

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Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), fordert von der Bundesregierung erneut ein drittes Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Ein rund 100 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm in Bildung und Infrastruktur, die Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze auf 420 Euro und die Ausgabe von Konsumschecks im Wert von 250 Euro an alle, deren Bruttoeinkommen unter 35.000 Euro liegt, soll gegen die Wirtschaftskrise wirken.

Die bereits beschlossenen Maßnahmen seien dem Ausmaß der Krise nicht mehr angemessen, sagte Sommer der Zeitung Tagesspiegel am Sonntag. Als die Regierung die beiden ersten Konjunkturpakete geschnürt habe, sei dies aufgrund der Annahme geschehen, die Wirtschaftsleistung werde um 2,25 Prozent zurückgehen. Jetzt würden Regierung und Wirtschaftsexperten aber mit einem Rückgang von fünf bis sieben Prozent rechnen.

Für DGB-Chef Michael Sommer steht daher fest: “Es muss nachgebessert werden - und zwar sofort.”

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Kommentare, Kolumnen, Interviews - Wirtschaft der Woche 16

Tatort Wirtschaft

Tatort Wirtschaft

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Ohne Bad Banks geht es nicht, davon ist Guido Bohsem im Kommentar auf sueddeutsche.de überzeugt. Von Quartal zu Quartal seien die Kreditinstitute gezwungen, ihre Ramschpapiere schlechter zu bewerten. Das reiße immer tiefere Löcher in die Bilanzen. Mit seinem Vorschlag über die Errichtung von dezentralen sogenannten Bad Banks habe Steinbrück nun eine neue Phase eingeläutet, und er versuche dabei ein Kunststück, eine möglichst hohe Entlastung der Banken durch eine möglichst geringe Belastung der Steuerzahler.

Hans-Ulrich Jörges glaubt in seiner Kolumne Zwischenruf: Ritt in die Apokalypse auf stern.de: “Statt dem Verhängnis, der großen Krise, gemeinsam zu widerstehen, redet sich Deutschland erst so richtig hinein - sie wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung. ” Den Schwätzern folgten die Manager, sie würden dem Rotstift die Macht übergeben.

Die Sprecherin des amerikanischen Repräsentatenhauses hingegen, Nancy Pelosi, will Aufklärung. Das Wall Street Journal berichtet von ihrer Forderung nach einer Kommission des Kongresses, welche die Gründe für die Finanzkrise untersuchen soll.

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Abwrackprämie - Steuergeld für Autos statt für Bildung

Dr. Dieter Zetsche

Dr. Dieter Zetsche

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Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, ist Realist: “Nach der Abschaffung der Abwrackprämie folgt ein Absatzeinbruch, das hat man in anderen Ländern gesehen. Deshalb halte ich es nicht für sinnvoll, diese Prämie zu verlängern.” Es sei nicht Aufgabe des Staates, “sämtliche Folgen der Krise zu adressieren und damit direkt in den Wettbewerb einzugreifen”, sagte Zetsche in Berlin.

Dennoch füllt die Bundesregierung den Fördertopf von 1,5 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro auf. Darüber sind auch viele Ökonomen entsetzt, da sie befürchten, die Abwrackprämie könnte Verwerfungen in anderen Branchen hervorrufen und eine neue Subventionsspirale in Gang setzen.

“Die Abwrackprämie ist ökonomischer Unsinn”, meint Victor Steiner, Subventionsexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

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Empire State Building - Energieverbrauch soll um 40% sinken

Empire State Building

Empire State Building

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Ein Ausbauprogramm mit einem Volumen von über 500 Millionen US-Dollar soll auch den Energieverbrauch des berühmtesten Bürogebäudes der Welt um nahezu 40 Prozent reduzieren. Das Empire State Building wird so zum Testfall und Modell einer Partnerschaft von Umweltberatungsfirmen, Design- und Bauunternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen.

Dabei kommt ein neuartiges Verfahren zur Analyse und Sanierung bestehender Strukturen mit dem Ziel ökologischer Nachhaltigkeit zur Anwendung.

Nach dem Willen der Betreiber soll das visionäre Projekt am Empire State Building dabei helfen, Initiativen überall auf der Welt anzuregen, die Kohlendioxidemissionen senken, Energie und Geld einsparen, Stellen schaffen und in Gebäuden für einen angenehmeren Arbeitsplatz sorgen.

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Krisengrund - Gier, Unfähigkeit, Pyromanie oder Gangstertum?

Wirtschaftskrise in Deutschland

Krise in Deutschland

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Franz Müntefering, SPD-Vorsitzender, zweifelt an Einsichtigkeit und Lernfähigkeit der für die Wirtschaftskrise mitverantwortlichen Banker: “War es Gier, die dazu geführt hat? War es Unfähigkeit, Pyromanie oder Gangstertum? Ich weiß es nicht.”

Der SPD-Vorsitzende äußerte gestern im n-tv-Talk Heiner Bremer - Unter den Linden 1 sein Missfallen über die Banker: “Ich will nicht ungerecht sein, aber ich erlebe eine Mischung von Unwissenheit, Unfähigkeit und nicht besonders viel Mut - um nicht zu sagen Feigheit. Ich finde, diese großen Leute, die uns über Jahre erzählt haben, was wir alles für Dummköpfe sind, und wie sehr sie die Welt mal eben locker beherrschen können, die sollten mal eine anständige Analyse machen.”

Milliarden seien zu Lasten von ordentlichen Unternehmern und kleinen Leuten versenkt worden, “das ist kriminell, überhaupt keine Frage”. Und die große Analyse aus dem Bereich derer, die das Ganze mit verursacht hätten, die fehle ihm noch.

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Entscheidender G20-Gipfel für die Zukunft der Welt in London

Tower Bridge

London - Tower Bridge

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte gestern, sie halte das heutige G20-Treffen in London für “einen entscheidenden Gipfel für die Zukunft der Welt”. Deutschland und Frankreich würden darauf bestehen, dass die guten Absichten der Staaten auf dem G20-Gipfel Wirklichkeit werden: “Es ist notwendig, dass wir aus dieser Krise lernen. Wir müssen alles daran setzen, dass sich eine solche Krise nicht wiederholt.”

Deutschland und Frankreich wollen strenge Spielregeln für die Finanzmärkte. Angela Merkel: “Die Basis für die neue Finanzarchitektur muss jetzt gelegt werden.” Die Bundeskanzlerin und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy wollen beim Gipfel die Regeln für das Finanzsystem des 21. Jahrhunderts festzurren.

Unterstützt von Japan und Gastgeber Großbritannien gibt es hingegen auch starke Tendenzen, den Akzent des G20-Gipfels stärker in Richtung weiterer Konjunkturprogramme zu verschieben. Die Financial Times Deutschland berichtet, Gipfelgastgeber Gordon Brown habe die Regulierung der Finanzmärkte deutschen Regierungskreisen zufolge nur in einem Annex zur Schlusserklärung abhandeln wollen.

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OECD: Wirtschaftsleistung wird um 5,3 Prozent schrumpfen

Wirtschaftsleistung schrumpft

Wirtschaftsleistung schrumpft

Bild: Angela Parszyk
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In Deutschland wird aufgrund einbrechender Exporte und Investitionen die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 5,3 Prozent schrumpfen, so die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Für 2010 wird ein geringes Wachstum um 0,2 Prozent erwartet.

Die Zahl der Arbeitslosen werde vor allem im kommenden Jahr stark zunehmen und im Jahresschnitt fünf Millionen erreichen. Die Arbeitslosenquote (nach ILO-Standard) dürfte dann bei etwa 11,6 Prozent liegen. Der Höchstwert sollte mit 11,8 Prozent im 4. Quartal 2010 erreicht sein.

“Die Weltwirtschaft befindet sich in der tiefsten Rezession, die es zu unseren Lebzeiten gegeben hat. Trotzdem sind wir weit davon entfernt, eine Wiederholung der Großen Depression der 1930er Jahre zu erleben. Dies ist vor allem der Qualität und Intensität der gegenwärtig getroffenen staatlichen Maßnahmen zu verdanken”, sagte OECD-Chefökonom Klaus Schmidt-Hebbel.

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